Uhren

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Tipps, Tricks & Wissenswertes

Wann muss ich meine Uhr zum Service bringen?

Wann muss ich meine Uhr zum Service bringen?

Jede Uhr - mechanisch wie elektronisch getriebenen - benötigt ausreichend Pflege. Ein mechanisches Uhrwerk sollte aus diesem Grund alle fünf Jahre einer Revision beim Fachmann unterzogen werden.

Das filigrane Uhrwerk besteht aus bis zu 200 Einzelteilen und wird in sehr geringer Menge an diversen Orten geölt und gefettet. Das Öl im Uhrwerk ist nämlich mit der Zeit verbraucht und muss erneuert werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die auf Steinen gelagerten Achsen verschleißen und die feinen Zahnräder beschädigt werden.

Darüber hinaus führt ein verschmutztes Uhrwerk unter Umständen dazu, dass die Uhr an Genauigkeit und/oder Gangreserve einbüßt. Daher wird bei der Revision das Uhrwerk gereinigt und die Ganggenauigkeit überprüft sowie gegebenenfalls neu eingestellt.

Nur bei guter und konsequenter Pflege wird Ihre Uhr Ihnen täglich die Stunden, Minuten und Sekunden exakt anzeigen.

Welche Eigenschaften hat eine wasserdichte Uhr?

Welche Eigenschaften hat eine wasserdichte Uhr?

Die Wasserdichtigkeit definiert sich nach der internationalen ISO-Norm 2281, die der deutschen DIN 8310 entspricht. Gemäß dieser Norm dürfen alle Uhren als wasserdicht bezeichnet werden, die widerstandsfähig gegen Schweiß, Spritzwasser und Regen sind.

Zudem müssen alle Uhren mit dieser Eigenschaft mindestens 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe überstehen. Diese Modelle sind für den täglichen Gebrauch gedacht und keineswegs für erhebliche Schwankungen bezüglich Wasserdruck und Temperatur bestimmt.

Die zusätzlichen Angaben (beispielsweise "30 m", "3 bar", "3 atm") sind in keiner DIN-Norm geregelt. Dennoch finden sich diese Informationen immer wieder auf den Uhrenböden. Diese Werte sollen besagen, dass die Uhr vom Hersteller auf einen Druck von 3 bar geprüft wurde.

Wir raten ausdrücklich davon ab, diese Uhren aufgrund der Armbewegungen und der sich ändernden Druckverhältnisse beim Schwimmen und Tauchen einzusetzen.

Welche Voraussetzungen muss eine Taucheruhr erfüllen?

Welche Voraussetzungen muss eine Taucheruhr erfüllen?

Eine "Taucheruhr" darf als solche bezeichnet werden, wenn sie die Vorgaben der DIN-Norm 8306 erfüllt. Neben der Widerstandsfähigkeit gegenüber größeren Wassertiefen müssen diese Uhren unter anderem auch stoßsicher und antimagnetisch sein.

Zudem müssen ein Skaleneinstellring (linksdrehende Lünette) sowie eine sichere Armbefestigung vorhanden sein. Auch die Funktionssicherheit und Ablesbarkeit der verschiedenen Anzeigen auf eine bestimmte Entfernung in Dunkelheit muss gegeben sein.

Alle Uhren, die für den professionellen Tauchsport (Schnorcheln und gerätefreies Freitauchen in geringer Tiefe) vorgesehen sind, werden in der Regel mit 20 bar geprüft. Dies entspricht dem Druck einer angenommenen Wassersäule von 200 Metern.

Was ist hinsichtlich der Wasserdichtigkeit zu beachten?

Was ist hinsichtlich der Wasserdichtigkeit zu beachten?

Die Wasserdichtigkeit und vor allem die Haltbarkeitsdauer der Wasserdichtigkeit hängen von den Konstruktionsmerkmalen, vom Material der Uhr sowie von der Beanspruchung der Uhr durch den Träger ab. Auf jeden Fall ist die Wasserdichtigkeit keine bleibende Eigenschaft!

Eine lebenslange Wasserdichtigkeit kann kein Uhrenhersteller für seine Uhren garantieren. Die häufige Betätigung der Bedienelemente als auch kleine Stöße auf die Krone oder das Uhrenglas können die Wasserdichtigkeit negativ beeinflussen. Darüber hinaus können Temparaturschwankungen und Chemikalien (z. B. Kosmetika) die Dichtungen angreifen.

Daher sind alle Angaben bezüglich der Wasserdichtigkeit nur eine Momentaufnahme, die sich auf den Ort und den Zeitpunkt der Prüfung beziehen. So kann beispielsweise beim Schwimmen oder beim Sprung ins Wasser kurzfristig ein höherer Druck auf die Dichtungselemente wirken, als dies seinerzeit mit dem Prüfdruck bei der Wasserdichtigkeitsprüfung der Fall war.

Zudem sind Uhren, die während einem längeren Sonnenbad am Handgelenk getragen wurden, besonders gefährdet, falls man anschließend ins Wasser springt. In diesem Fall addiert sich der Aufschlagsdruck mit dem Unterdruck, der durch die spontane Abkühlung entsteht, was folglich auch leichter zu Schäden führen kann.

Wie sollte man bei Feuchtigkeit im Gehäuse vorgehen?

Wie sollte man bei Feuchtigkeit im Gehäuse vorgehen?

Sobald Sie Kondenswasser (Nebel) unter dem Uhrenglas entdecken oder Wasser im Gehäuse Ihrer Uhr registrieren, sollten Sie diese unverzüglich in unsere Uhrenwerkstatt bringen.

Ansonsten besteht unweigerlich die Gefahr von Rostschäden.

Im hauseigenen Uhrenatelier werden unsere Uhrmacher zeitnah Ihre Uhr trocknen und begutachten, ob die Feuchtigkeit oder das Wasser bereits Schaden am Uhrwerk verursacht hat oder nicht.

Uhren-Lexikon

Anglierung

Anglierung

Kanten einer geschliffenen Fläche, die auf 45 Grad abgeschrägt und poliert wurden.

Anker

Anker

Teil der Ankerhemmung, in Form eines Schiffsankers.

Automatikuhr

Automatikuhr

Solche Uhren wandeln die Bewegung am Arm des Trägers auf mechanischem Wege in Aufzugsenergie um, indem über einen Schwung-Rotor die Zugfeder gespannt wird. Wesentliche Vorteile von Automatikuhren im Vergleich zum Handaufzug sind der gleichmäßigere Kraftverlauf und die Unabhängigkeit von äußeren Verrichtungen wie Aufzug oder Batteriewechsel. Jedoch muss die Uhr genügend bewegt werden. Die täglichen Gangabweichungen summieren sich im Laufe der Zeit.

Brücke

Brücke

Auf zwei oder mehr Punkten der Grundplatine aufliegende, mit Stellstiften und Schrauben befestigte Messingplatte. Zwischen Brücke und Platine drehen sich die Achsen und Räder.

Chronograph

Chronograph

Armbanduhr, deren zusätzlicher Mechanismus zum Messen bestimmter Zeiträume gestartet, angehalten und auf Null zurückgestellt werden kann.

Chronometer

Chronometer

Präzisionsuhr, die in verschiedenen Lagen und Temperaturen feinreguliert wird. Diese Eigenschaft wird durch die amtliche Prüfstelle COSC in La Chaux-de-Fonds zertifiziert (Chronometer-Zertifikat). Die Prüfung umfasst einen Zeitraum von 15 Tagen und bezieht fünf verschiedene Lagen (Krone oben, Krone unten, Krone links, Glas oben und unten) sowie drei verschiedene Temparaturen (8°, 23° und 38°) ein.

Ewiger Kalender

Ewiger Kalender

Neben der normalen Uhrzeit (Stunden, Minuten und Sekunden) wird zusätzlich noch Datum, Wochentag, Monat und Jahr angezeigt. Es werden sogar die Schaltjahre, Monatslängen und die Mondphasen berücksichtigt.

Feder

Feder

Zugfeder zum Speichern der Aufzugsenergie.

Federhaus

Federhaus

Im Federhaus befindet sich die eingerollte Zugfeder, welche die Aufzugsenergie speichert.

Gang

Gang

Der Gang ist der Unterschied zwischen zwei abgelesenen Uhrenständen bei 1 Tag Differenz.

Gangabweichung

Gangabweichung

Beeinflusst durch unterschiedliche Umwelteinflüsse wie z. B. Temperatur oder Lage des Werkes kann der Gang unterschiedlich ausfallen. Die Gangabweichung drückt den Unterschied zwischen zwei Messungen der Gänge aus.

Gangreserve / Gangdauer

Gangreserve / Gangdauer

Zeit, die zwischen Vollaufzug und völliger Entspannung der Zugfeder vergeht.

Halbschwingung

Halbschwingung

Winkel, den die schwingende Unruh zwischen ihren beiden Umkehrpunkten beschreibt. Zwei Halbschwingungen werden als Schwingung bezeichnet und sind in Form eines "Tick-Tack" hörbar.

Handaufzug

Handaufzug

Durch tägliches Aufziehen mit der Aufzugskrone wird die Zugfeder manuell gespannt.

Hemmung

Hemmung

Mechanismus, der entsprechend der Unruhschwingung die Geschwindigkeit des Räderwerkes regelt, indem er abwechselnd hemmt und befreit.

Kaliber

Kaliber

Bezeichnung für die Abmessungen eines Uhrwerkes. Heute häufig als Synonym für Werk verwendet.

Kleine Sekunde

Kleine Sekunde

Sekundenanzeige, die dezentral, also nicht in der Zifferblattmitte erfolgt.

Krone

Krone

Seitlich am Gehäuse befindliches geriffeltes Rad zum Einstellen der Uhrzeit (oder weiterer Anzeigen wie Datum und zweite Zeitzone). Bei Handaufzugsuhren dient sie zusätzlich zum Spannen der Zugfeder.

Manufaktur

Manufaktur

Hersteller, der sowohl das Werk als auch die weiteren wesentlichen Teile der Uhr selbst anfertigt.

Mondphasenuhr

Mondphasenuhr

Bei diesen Uhren wird zusätzlich zur Uhrzeit auch die Mondphase angezeigt. 

Perlierung

Perlierung

Wolkenförmige Verzierung auf Platinen, Brücken und Kloben (Lagerhalter in einem mechanischen Uhrwerk).

Quarzuhr

Quarzuhr

Zeitmesser, in dem weder Feder, Unruh noch Hemmung vorhanden ist. In einem Quarzwerk wird ein Kristall zum Schwingen gebracht. Die gleichmäßige Schwingung wird nun genutzt, um mit Hilfe eines Chip, also einer integrierten Schaltung, einen Motor anzutreiben. Im Rhythmus der zugeführten Impulse dreht dieser ein Räderwerk. Vorteil ist die sehr hohe Ganggenauigkeit und der geringe Platzverbrauch. Nachteile sind die Umweltvergiftung durch die Batterie, die Abhängigkeit vom Batteriewechsel und die ungewisse Ersatzteilversorgung in der Zukunft.

Räderwerk

Räderwerk

Sämtliche Räder und Triebe, die vom Federhaus aus die Triebkraft an das Hemmungsrad übertragen. Dazu gehören: Minutenrad, Kleinbodenrad, Sekundenrad, Hemmungsrad. Alle diese Räder sind auf ihren Trieben meistens aufgenietet.

Regulierung

Regulierung

Feineinstellen einer Uhr mit mechanischem Schwingsystem. Es gibt unterschiedliche Verfahren und Qualitäten.

Repetition

Repetition

Zusätzliches Läutwerk einer Uhr, welches die Minuten, Viertelstunden und/oder Stunden akustisch verdeutlicht.

Rotor

Rotor

Das Schwunggewicht des automatischen Aufzugs, entweder in der verbreiteten Variante über die gesamte Gehäusebreite parallel zum Werk kreisend (Zentralrotor), oder als Mikrorotor ins Uhrwerk integriert.

Saphirglas

Saphirglas

Wertvolles künstlich hergestelltes Glas mit höchster Härte und Kratzfestigkeit (9 Mohs), die nur von Diamanten übertroffen wird.

Schnellschwinger

Schnellschwinger

Uhren mit 28800 oder 36000 Halbschwingungen der Unruh pro Stunde nennt man Schnellschwinger.

Schraubboden

Schraubboden

Mit einem Gewinde versehener Boden, der ins Uhrengehäuse eingeschraubt ist.

Schraubkrone

Schraubkrone

Mit dem Gehäuse verschraubbare Aufzugskrone, die für eine komplette Wasserdichtkeit sorgt. Sie wurde erstmalig im Jahr 1926 von Rolex im Oyster-Modell eingesetzt.

Skelettierung

Skelettierung

Um der Uhr ein filigraneres Aussehen zu verleihen, werden Brücken, Platinen, Zifferblätter und teilweise auch die Rotoren ausgesägt. Somit bleibt möglichst wenig Material übrig und es wird durch das Uhrglas und den Glasboden ein kunstvolles Ornament sichtbar. Zudem werden skelettierte Werke oftmals zusätzlich mit feinen Gravuren und Ziselierungen versehen.

Spiralfeder

Spiralfeder

Die Spiralfeder bildet zusammen mit der Unruh das Schwingungssystem. Sie besteht meistens aus Nivarox (dünner Flachdraht).

Steine / Rubine

Steine / Rubine

Synthetisch hergestellte Rubine, welche die Abnutzung und Reibung der Räder vermindern sollen.

Stoßsicherung

Stoßsicherung

Elastisch gelagerte Steinlager der Unruhwelle sorgen dafür, dass deren Zapfen bei Stößen und beim Herunterfallen der Uhr nicht brechen. Die gebräuchlichste Stoßsicherung ist Incabloc.

Taucheruhr

Taucheruhr

Uhren, bei denen die Wasserdichtheit maßgeblich ist. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 100 Meter Tiefe (10 bar Druck) wasserdicht. Ferner spielt die Ablesbarkeit als auch die nur in eine Richtung drehbare Lünette eine wichtige Rolle.

Unruh

Unruh

Schwingreif als Teil des Schwingungssystems.

Zugfeder

Zugfeder

Im Federhaus eingelegte Metallfeder, die die entweder durch Handaufzug oder automatischen Aufzug zugeführte Energie speichert.

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